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Die EAH Jena im Profil

Die Ernst-Abbe-Hochschule (EAH) Jena

… ist seit einigen Jahren nicht nur Thüringens größte, sondern auch forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften. Aktuell studieren bei uns 4.611 junge Menschen in Bachelor- und Masterstudiengängen der Ingenieurwissenschaften, der Betriebswirtschaft sowie in den Gesundheits- und Sozialwissenschaften. Folgende Schwerpunkte kennzeichnen das Profil der Hochschule: „Innovation für Lebensqualität – Gesundheit, Präzision, Nachhaltigkeit & Vernetzung".Dies beinhaltet eine zunehmend interdisziplinäre Zusammenarbeit der Hochschulbereiche, wodurch sich Synergien optimal nutzen lassen. Auch Lehre und Forschung werden aus diesem Grund enger miteinander verknüpft. Die intensive Forschung und Entwicklung der EAH Jena trägt in großem Umfang zur Stärkung der Thüringer Technologiepotenziale bei. Dabei sind insbesondere die Masterstudiengänge an Forschungsschwerpunkte gekoppelt. Die EAH Jena kooperiert weltweit mit zahlreichen Hochschulen. Der Anteil von Austauschstudierenden steigt kontinuierlich. Auch Lehrende arbeiten zeitweise an Universitäten Europas, Asiens und Afrikas. Diese Entwicklung wird durch zahlreiche Kooperationsverträge gezielt gefördert. Die enge Zusammenarbeit mit Unternehmen, Institutionen und Verbänden sorgt für eine praxisnahe Ausbildung. Die meisten Abschlussarbeiten entstehen in enger Zusammenarbeit mit den Partnern. Die EAH Jena ist regional eng verbunden und international orientiert. Sie bietet ihren Studentinnen und Studenten ein innovatives, wissenschaftlich solide fundiertes interdisziplinäres Studium. Unsere Hochschule blickt auf eine tragfähige Basis, auf weitreichende Vernetzungen mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sowie auf einen sehr guten Ruf.

Alleinstellungsmerkmale EAH Jena

  • praxisnahe Studienbereiche: Ingenieurwissenschaften, Betriebswirtschaft, Sozial- und Gesundheitswissenschaften
  • interdisziplinäre und nachhaltige Zusammenarbeit dieser Bereiche sowie von Lehre und Forschung
  • derzeit größte und forschungsstärkste Hochschule für angewandte Wissenschaften in Thüringen
  • hervorragende Vernetzung mit Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft
  • familiärer Campus

Wissenswertes zum Na​​men der Hochschule

Ernst Abbe – Wissenscha​​ftler, Unternehmer und Sozialreformer

Der Name des Wissenschaftlers, Unternehmers und Sozialreformers Ernst Abbe (1840 – 1905) ist eng mit der Stadt Jena verbunden. 1840 wurde er als Kind einer Arbeiterfamilie in Eisenach geboren. Seine Hochbegabung wurde früh erkannt und sowohl Eltern als auch Lehrer ermöglichten ihm eine sehr gute Ausbildung. Abbe studierte in Jena und Göttingen Mathematik, Physik, Astronomie und Philosophie. Mit etwa 30 Jahren wurde er zum außerordentlichen Professor in Jena berufen. Schon 1867 hatte die Zusammenarbeit von Ernst Abbe und Carl Zeiss in Jena begonnen. Die Arbeit an der Verbesserung der Mikroskope in der Zeiss-Werkstatt, mit dem Ziel, diese aus dem Bereich der bloßen Empirie, des so genannten „Pröbelns", herauszuführen, stellte Ernst Abbe vor eine Lebensaufgabe: Schließlich entwickelte er die „neue Mikroskopie" – eine wissenschaftlich-technische Gesamtleistung, die auf Berechnungen basierte und damit zur Voraussetzung für die kommende Erforschung der Mikro-Organismen wurde. Mit seiner „Theorie der Abbildung im Mikroskop" begründete Ernst Abbe die wissenschaftliche Optik. Carl Zeiss machte Abbe zum Teilhaber in seiner Firma. Ein Jahr nach Zeiss' Tod wurde Ernst Abbe alleiniger Unternehmensleiter und legte bereits damals den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens. Ernst Abbe gründete die Carl-Zeiss-Stiftung, die er 1891 zur Alleineigentümerin der Zeiss-Werke und zur Miteigentümerin der SCHOTT-Werke machte. Dies ermöglichte dem Unternehmen eine einzigartige Verfassung: So gab es für seine Arbeitnehmer unter anderem bezahlten Urlaub, eine Gewinnbeteiligung, Pensionsberechtigung und den Acht-Stunden-Tag. Ernst Abbes sozialpolitische Reformen waren seiner Zeit weit voraus. „Acht Stunden Arbeit, acht Stunden Schlaf, acht Stunden Mensch sein" – Dieses Motto wird ihm zugeschrieben. Seine Lebenshaltung und der Umgang mit anderen beruhten, ohne Unterschiede von „Stand und Person", auf Integrität, Selbstdisziplin und Bescheidenheit. Ernst Abbes Lebenswerk umfasst eine Verknüpfung seiner wissenschaftlichen Erkenntnisse mit unternehmerischen Möglichkeiten und einem hohen sozial-ethischen Anspruch. Dies stellte er nicht nur dem Unternehmen Carl Zeiss, sondern auch der Universität und nicht zuletzt der Stadt Jena – heute noch erlebbar – zur Verfügung. Ernst Abbe starb am 14. Januar 1905 in Jena. Unsere Hochschule trägt den Namen „Ernst Abbe" seit dem Jahr 2012. Dies mit sehr viel Achtung und dem Wissen, dass die Zusammenarbeit ihrer Lehr- und Forschungsbereiche, der Ingenieurwissenschaften, der Betriebswirtschaft sowie der Sozial- und Gesundheitswissenschaften, auf dem grundlegenden Wirken des großen Wissenschaftlers, Unternehmers und Sozialreformers beruht.

Sigrid Neef

Quellen:

​Das Organigramm der Ernst-Abbe-Hochschule Jena

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